Projekt Zwischenraum

Wie alles beginnt

Hier möchte ich laufend erzählen, wie dieses Projekt entsteht. Ein Weg, der gerade erst begonnen hat, aus unterschiedlichen Beweggründen entstanden ist und hoffentlich weit über diese hinausgehen wird.

Für meine Höhere Fachprüfung zur eidgenössischen Kunsttherapeutin muss ich bis spätestens 2029 ein kunsttherapeutisches Projekt in eine Institution implementieren, zumindest in der Theorie. Dieses Projekt soll aber mehr werden als eine Prüfungsarbeit. Die Prüfung soll am Ende dem Projekt dienen, nicht umgekehrt.

Die Prüfung war also der Auslöser. Im Rahmen eines Business-Coachings, das mich seit einigen Monaten begleitet und mich ermutigt gross zu denken, entstand die Erkenntnis, dass dieses Projekt für mich eine grössere Chance beinhaltet.

Die Frage, was ich wirklich machen möchte und wozu ich berufen bin, begleitet mich, seit ich mich das erste Mal für einen Beruf entscheiden musste. Tief in mir steckt die Sehnsucht, etwas zu tun, das Sinn stiftet, Menschen bewegt und wo ich mit dem, was mich ausmacht, am richtigen Platz bin. Diese Suche hat mich über verschiedene Umwege zur Kunsttherapie geführt. Doch da endet sie nicht. Ich glaube, dieses Projekt ist ein weiterer Schritt auf diesem Weg.

Es fällt mir schwer, mich auf eine bestimmte Zielgruppe festzulegen. Immer wieder berühren mich Menschen mit den unterschiedlichsten Herausforderungen und Lebensgeschichten. Im Laufe der Auseinandersetzung mit den Fragen, für wen ich ein Angebot schaffen möchte und was ich anbieten kann, wurde mir klar, dass für mich die Antwort nicht allein in einer beruflichen Entscheidung liegt. Sie liegt auch oder vor allem in meiner Beziehung zu Gott.

Was vor einigen Jahren mit einer ersten Kontaktaufnahme begann, ist heute zu einer wichtigen Konstanten geworden, die weiter wachsen darf. Deshalb wünsche ich mir, dass dieses Projekt nicht einfach mein Projekt wird, sondern das, was Gott für mich vorbereitet hat. Ich möchte seiner Führung vertrauen und staunen über das, was durch ihn möglich wird.

„Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So gross ist seine Kraft, die in uns wirkt.“
Epheser 3,20

Der Vater einer lieben Freundin nannte mich als Kind Madame Je ne sais pas. Tatsächlich gehörte „Ich weiss es nicht“ aus unterschiedlichen Gründen wohl zu meinen häufigsten Antworten.

Nichtwissen begleitet mich bis heute, genauso wie Optimismus. Manchmal ist das anstrengend. Im Grossen und Ganzen schätze ich es aber, dass ich nicht aus Kontrolle leben muss, sondern den nächsten Schritt gehen darf, auch wenn ich den ganzen Weg noch nicht kenne. Und dass ich weiss: Da ist noch so viel mehr möglich. Ich freue mich auf den Tag, an dem ich auf mein Leben zurückblicke und sagen kann: «Wer hätte sich das vorstellen können?»

Zurzeit muss ich viele Fragen zu diesem Projekt noch mit «ich weiss es noch nicht» beantworten. Aber ich wünsche mir, dass alles, was auf diesem Weg entsteht, von Liebe getragen und durchdrungen wird. Vielleicht endet diese Reise ganz anders, als ich sie mir gerade ausmale. Ich möchte Vertrauen über Sicherheit wählen, loslassen und offen sein für das, was Gott vorbereitet hat für mein Herz und für die Herzen all der Menschen, die diesem Projekt vielleicht eines Tages begegnen: Teilnehmende, Mitarbeitende und Unterstützende.

Ich wünsche mir, dass Herzen berührt werden und Heilung möglich wird. Dass Veränderung nicht bei einzelnen Menschen stehen bleibt, sondern sich weiterträgt in Familien, Gemeinschaften und darüber hinaus in die Welt. Ich wünsche mir, dass ich zufrieden sein kann, ob ich nun wenig habe oder viel und was auch immer aus diesem Projekt wird.

Danke, dass Du Dir Zeit genommen hast, meine Geschichte zu lesen.

Wenn Du diesen Weg mitverfolgen möchtest, Fragen hast oder Dich das Projekt anspricht, freue ich mich sehr über Deine Nachricht. Du erreichst mich über zwischenraum@crearas.ch oder Folge meinem Insta-Kanal projekt.zwischenraum.

Herzlich
Debi